Angekommen im Golden State
4 09 2010Um 6 Uhr ging bei uns beiden der Wecker. Wach waren wir beide allerdings schon zwei Mal zuvor, da mein blödes Handy klingelte. Teilnehmer: unbekannt. Später fiel mir dann auch ein, wer sich hinter den beiden Anrufen versteckte. Die Feuerwehr Bottrop. Jeden ersten Samstag im Monat werden wir nämlich der Probe wegen per Telefon alarmiert.
Während Mona eher schlecht aus dem Bett kam, ging ich direkt unter die Dusche. Die Taschen und Koffer hatten wir bereits am Vorabend gepackt. Pünktlich um 6.45 Uhr standen wir unten an der Rezeption und checkten aus. Gegen zehn vor sieben sollten wir uns in der Lobby für den Shuttle-Service bereithalten. Dieser kam allerdings erst gegen 7.05 Uhr. Kein Problem für uns, hatten wir ja genug Zeit für die Fahrt eingeplant. Die Straßen waren schön leer und so genossen wir nochmal die letzten Eindrücke von Manhattan. Der Transfer zum Flughafen dauerte lediglich 30 Minuten.
Im Eingangsbereich des Terminal 7 kam eine Dame auf uns zu und fragte, welchen Flug wir denn gebucht hätten. Es stellte sich nämlich heraus, dass der bei US Airways gebuchte Flug in Wirklichkeit von United Airlines durchgeführt wird. Die „Empfangsdame“ geleitete uns zum Check-Inn Terminal und half mit dem Self-Check-Inn-Computer. Als die Koffer auf die Wage mussten, stellte sich heraus, dass mein Koffer zwei Kilo Übergewicht hatte, in Monas aber noch ausreichend Gewichtsreserven waren. Also hieß es Umpacken. Zwei Kilo dachte ich mir, da packe ich doch einfach mal meinen prall gefüllten Kulturbeutel. Denkste! Da in diesem auch die Utensilien für uns beide verstaut waren, wog dieser mehr, sodass jetzt Monas Gepäckstück zu viel wog. Letztendlich ließ die Check-Inn-Dame die zwei Kilo durchgehen und ließ uns passieren. Der Sicherheitscheck war Formsache. Nun hatten wir noch 3 Stunden, bis zum Abflug. Die Zeit nutzten wir, um etwas zu frühstücken, in den Läden zu bummeln und uns auszuruhen.
Das Boarding verlief pünktlich und ohne Probleme, sodass wir wie geplant um 11 Uhr zur Startbahn rollten. Das Flugzeug hatte schon einige Jahre hinter sich, genauso das Personal. Der Service war recht schlecht. Zwar gab es auf dem 6-stündigen Flug mehrmals Getränke, einen Snack oder Speisen gab es gar nicht. Das Boardprogramm bot anfangs ein bis zwei Folgen irgendwelcher US-Serien, die ich nicht kannte. Danach lief die Neuverfilmung von Karate Kid mit Jackie Chan und dem Sprössling von Will Smith.
Eine knappe halbe Stunde vor dem Plan landeten wir in San Francisco. Auf unser Gepäck mussten wir ca. eine Viertelstunde warten. Mit dem Airtrain ging es kostenlos zum Rental Car Center. Dort angekommen durften wir uns in dem überfüllten Gebäude erst einmal in die Schlange vor unserem Vermieter (Dollar) einreihen. Um kurz nach drei waren wir endlich an der Reihe. Das Prozedere am Tresen war zwar langwierig aber unproblematisch. Mit den entsprechenden Papieren und unseren Koffern bewaffnet fuhren wir in die zweite Etage, wo wir beim Verleihschalter unseren Schlüssel bekamen.
Bevor die Fahrt allerdings losgehen konnte, suchten wir beide wie verrückt die blöde Halterung für das Navigationsgerät. Wohl wissend, dass es in einem der beiden Koffer sein musste, packten wir unseren halben Hausstand lose in den Kofferraum, bis wir endlich das kleine schwarze Plastikding in den Händen hielten. Achja, wir haben einen Chevrolet Cobalt bekommen. Laut Schlüsselanhänger soll er silberfarben sein. Wir plädieren aber eher zu metallic-grün. Der Wagen ist noch sehr neu und hatte grade mal fast 10.000 Milen gelaufen. Die Klimaanlage und Automatikgetriebe sind ja im Amiland serienmäßig. Zu meiner Freude hat dieses Gefährt zusätzlich noch einen Tempomat. Die Fahrt nach Sacramento war sehr entspannt. Die US-Straßen sind breit, vielspurig (meistens 4-5) und kurvenarm. Gewöhnungsbedürftig ist aber schon. In Sacramento fuhren wir gegen 18 Uhr von der Autobahn ab. Nach ca. 300m waren wir dann auch schon an unserer Residenz für die nächsten beiden Nächte angekommen: Hawthorn Suites. Buchungsgemäß hatten wir eine Suite mit ZWEI Queensize-Betten (eine andere Auswahl konnte wir damals gar nicht buchen). Im Gegensatz zum Hotel in New York schlafen wir jetzt in einer Turnhalle. Komplett ausgestattet mit kleiner Küche, Abstellraum, Bügeleisen/Brett und Fön. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, erkundigten wir uns über das Internet (sehr langsam), wo wir den nächsten Wallmart in der Nähe haben, um uns noch Utensilien und Verpflegung für die Autorundreise zu besorgen. 5 Autominuten entfernt befindet sich ein Einkaufscenter mit einer ganzen Ansammlung von Großgeschäften. Wir steuerten geradewegs den Real-ähnlichen Supermarkt an. Leider war die Auswahl an Lebensmitteln eher enttäuschend. Während für Süßigkeiten 5-6 Gänge vorgehalten werden, sucht man frische Lebensmittel vergebens. Kein Obst, kein Gemüse. Wir freuen uns jetzt schon auf die heimischen Supermärkte! Alles andere, was wir noch benötigten, fanden wir aber ohne Probleme.Den Rest des späten Abends verbrachten wir in unserer Turnhalle.






Danke für die sms! Das mit dem Essen scheint ja nen echtes Problem zu sein! Bin gespannt auf weitere Berichte
Gruß Barbara
Eure Postkarte aus New York erreichte uns heute, danke!!!!!!!!!!!!!!!!!